SC Obereuerheim - Berichte

 

Spielberichte Hobbyrunde 2019/20:

Stand: 26.11.2019

 

SCO – TG Schweinfurt                    3:0

Heimspiel und zehn giftgrüne sieghungrige Volleyballer – was soll da schiefgehen? Und so starteten wir auch motiviert in den ersten Satz. Saubere Annahmen wandelten Lisa und Steffi in gute Pässe um und so konnten sich die Angriffe auch sehen lassen. Wir spielten besonnen und wachsam. Flo machte als spontaner Libero eine gute Figur (ja Fabi, jetzt muss du dir was einfallen lassen ). Es hätte nahtlos so weiter laufen können, aber bei 11:2 kam die Auszeit der Gäste. Es änderte aber nichts, bei wenigen Fehlern machten wir weiter systematisch unsere Punkte. Schütti und Eurus verbuchten mit zusammen 9 Direktpunkten zwei Drittel auf ihr Konto. Ach ja, da war ja auch noch die TG, doch die waren mit sich beschäftigt und stellten uns vor keine großen Herausforderungen. Mit 25:13 brachten wir den Satz verdient ins Ziel.

Der zweite Satz war fast ein Abbild des ersten, nur mit anderen Akteuren. Interessanterweise spielten die Gäste jetzt sicherer, doch wir machten trotzdem mehr Direktpunkte (20) bei gleicher Fehlerrate (7). Michael und Trosti waren diesmal Spitzenreiter. Die Angriffe der TG wurden gefährlicher, doch unsere Abwehr stand gut. Allein Kerstin konnte 3 gute Schmetterbälle scheinbar mühelos wegbaggern. Die gut gestellten Pässe mündeten in sehenswerten Angriffen. Michael konnte noch eine kleine Aufschlagsserie beisteuern. Und so endete auch dieser Satz bei 25:13.

Den dritten Satz startete die TG entschlossener und wir ließen die Leine etwas locker, so dass wir erst ab dem 4:4 zum Ausgleich kamen. Doch auch danach konnten wir nicht davonziehen. Es machte sich Hektik breit und so nutzten die Gäste unsere Unsicherheit, um den kleinen Vorsprung wieder abzuschmelzen. Doch die in der Luft liegende Auszeit wurde nicht gebraucht, wir konnten uns wieder sammeln. Nun wurde wieder jeder Punkt zusammen gefeiert und kleine Fehler gleich aus dem Kopf gelöscht. Die Aktionen waren nun auch von außen wieder augenfreundlich. Es war Bewegung im Spiel, die Blocksicherung war zur Stelle und weggesprungene Bälle wurden oft noch gerettet. Einer für alle, alle für einen! Die Führung wuchs auf sieben Zähler an, und das obwohl die TG nicht locker ließ. Am Ende konnten sie den 25:18 Sieg nicht verhindern.

Auch wenn der Gegner nicht so stark wie im letzten Spiel war, haben wir uns den ersten Heimsieg durch eine konzentrierte und solide Teamleistung mehr als verdient. Weiter so!



DJK Schweinfurt – SCO                              3:2

Unser zweites Auswärtsspiel sollte die unglückliche Niederlage gegen die DJK vom Vorjahr ausmerzen. Die Gastgeber waren zahlenmäßig weit überlegen, relativierten das aber indem sie in jedem Satz ein anderes Team zusammenstellten.

Beide Teams starteten verkrampft in den ersten Satz. Doch ab dem 4:4 sammelten sich die DKJler und verstärkten damit unsere Unsicherheit. Sehr schwache Annahmen, schlechte Abstimmung und hektische Rettungsversuche bescherten uns einen 5:10 Rückstand. Auch nach der unvermeidlichen Auszeit besserte sich das nicht. 8:15, 10:17 und 12:19 sprachen für ein konstantes Spiel bei uns, leider auf unbefriedigendem Niveau. Dabei hatten fast alle Spieler ihre Probleme und grübelten so vor sich hin. Doch wie Phönix aus der Asche wandelten wir uns und der Kampfgeist erwachte. Ein paar saubere Annahmen, akzeptable Pässe und schon klingelte es im DJK-Kasten. Nun waren sie plötzlich wachsweich in unseren Händen. Ihre Auszeiten bei 20:15 und 21:19 konnten uns nicht aufhalten. Jetzt machte es wieder Spaß zuzusehen. Annahme, Abwehr, Angriff alles harmonierte wie gewohnt. Besonders Eurus konnte hier mit nahezu fehlerfreiem Spiel und 6 Direktpunkten brillieren. Der Lohn: Ausgleich bei 21, Führung 23:21, Ausgleich 24 und Satzgewinn mit 26:24! Saubere Aufholjagd!

Einhellige Meinung: so eine Zitterpartie brauchen wir nicht nochmal! Oder doch? Zweiter Satz und es ging schon wieder los: 3:3, 4:10, 7:15 – Auszeit! Die Annahme war zwar besser geworden, doch nun waren es die durch die Bank unpräzisen Pässe unserer beiden Mädels, die wichtige Punkte verhinderten. Es war zum Verzweifeln, zwei gute Aktionen von uns und die Gäste wurden unsicher, nahmen sogar eine Auszeit bei 13:17. Doch wir konnten den Schwung einfach nicht mitnehmen und schwupps stand es wieder 13:20 und 15:24. Und wie im ersten Satz ließen wir unser Können kurz vorm Abgrund aufblitzen und erkämpften uns 5 Punkte – Auszeit DJK trotz Satzball! Doch diesmal war sie erfolgreich, mit 20:25 aus die Maus.

Im dritten Satz lief es etwas besser, akzeptable Annahmen, die Mädels stellten jetzt wieder solide, nur die Angriffe waren oft zu harmlos. Viktor machte die meisten direkten Punkte, lustigerweise meist dann, wenn er zu früh war und den Ball nur noch mit den Fingerspitzen lobben konnte.

Unser Spiel hatte keinen Biss und so konnten wir nicht genügend Druck gegen die sicher aufspielenden Gastgeber aufbauen, um die Führung zu erkämpfen. Den typischen 3-bis-4-Punkterückstand wurden wir bis zum Ende bei 22:25 nicht los.

Leute hopp auf, verkauft euch doch nicht unter Wert! Wir begannen den vierten Satz als hätte es die ersten drei nie gegeben. Solide Annahmen auch bei guten Aufschlägen, die Pässe exakt und variabel und Angriffe wie mit dem Lineal gezogen. Der Block stand, die Blocksicherung war dort wo sie hingehört, die Abwehr wehrt auch Topangriffe ab und rettete viele Bälle. Es war Bewegung im Spiel. Die Mundwinkel gingen wieder Richtung Ohren, bei Spielern und Fans. Die DJK spielte in der Phase wahrlich nicht schlecht, kriegt aber einfach zu wenige Bälle bei uns auf den Boden. Beim 12:6 versuchten sie es mit einer Auszeit, doch ohne Erfolg. Weiter ging‘s mit 18:11 zum 22:14! Zwei Punkte noch! Doch was kam dann? War es Überheblichkeit, Arroganz oder nur einfach Leichtsinn? Jedenfalls nahmen wir plötzlich den Fuß vom Gas und jetzt war es die DJK, die uns vor sich herschob. Wir kassierten 6 Punkte  und zogen bei 24:20 die Auszeitbremse. Dann noch ein Punkt für die Gastgeber! Doch endlich die Erlösung 25:21! Ein Start-Ziel-Sieg mit einer Schleudereinlage vor der Ziellinie.

Psychisch waren wir nach dem Satzgewinn im folgenden Tiebreak im Vorteil. Und das machte sich auch bemerkbar. Sichere Aufschläge vom Michael und wachsame Mitspieler sicherten uns scheinbar mühelos eine 7:0 Führung. Und unbewusst machte sich Nachlässigkeit breit. Da ein Block weggelassen, dort mal nicht gelaufen, dazwischen mal wieder ein guter Angriff. Wenn wir einen Punkt machten, konterten die DJKler mit 2-3. Aber kein Problem, noch ganz viel Vorsprung. Beim 11:11 gab‘s große Augen! Wie das jetzt? Hektische Betriebsamkeit machte sich breit. Nach unserer Auszeit bei 11:12 schien alles wieder im Lot: Führung zurückgeholt mit 13:12. Nur noch 2! Oder 3, aber die machte die DJK und riss uns den sichergeglaubten Satz noch aus den Händen! Kein Pech, sondern selber schuld!

Ich seh’s mal positiv: gegen einen, wie erwartet, starken Gegner haben wir einen Punkt geholt! Kerstin hat ihr Punktspieldebüt gut meistert und ihre anfängliche Aufregung in den Griff gekriegt. Auch wenn ihr Einstandssekt und die Nascherei am Ende doch zum Antidepressiva mutierten.

Wenn es uns gelingt, die phasenweise faszinierende spielerische Überlegenheit nur annähernd konstant zu halten, unausbleibliche Fehler sekundenschnell abzuhaken und mit kollektivem Motivationsritualen in Spielfreude umzuwandeln, dann mach mir keine Sorgen um die weitere Saison!



DJK Marktsteinach – SCO                          0:3

Erstes Punktspiel auswärts beim Aufsteiger, eigentlich eine lösbare Aufgabe aber doch mit einigen Unwägbarkeiten. Zum einen die Halle, die eher an ein gemütliches Wohnzimmer erinnert und auch in der Feldlänge etwas untertrieb. Und noch eine Premiere: Susi spielte erstmals im roten Trikot als Libera und so viel vorweg, sie machte ihre Sache gut!

Der erste Satz begann etwas nervös, wir mussten uns erst zusammenraufen und an die beengten Verhältnisse gewöhnen. Die Gastgeber hielten gut mit und erst ab dem 9:6 sicherten wir uns einen konstanten Vorsprung. Wir spielten etwas aufgeregt und konnten einige Dankebälle nicht direkt in Punkte verwandeln. Erst gegen Ende des Satzes zogen wir etwas an und machten ihn mit 25:18 zu.

Der zweite Satz lief besser an, die Annahme war ordentlich, die Pässe flexibel und wir konnten öfters die Angriffe direkt versenken. Jetzt hatten wir auch den Hauptangreifer der Marktsteinacher besser mit unserem Block im Griff. Ansonsten machten wir kaum Fehler, konnten aber auch nicht gerade mit einem Angriffsfeuerwerk aufwarten. Es reichte allerdings um die Gegner in Verlegenheit zu bringen und zu Fehlern zu verleiten. Am Ende ein sicherer 25:15 Satzgewinn.

Im dritten Satz ließen wir es dann sehr locker angehen und gönnten uns einige Nachlässigkeiten, wie falsche Raumabdeckung, schlampige Annahmen und grenzwertige Pässe. Die wieder konzentrierter spielenden DJKler nutzten das für eine Vierpunkteführung aus. Es fühlte sich zwar nicht nach einer drohenden Niederlage an, aber wir kamen nur sehr schleppend zum Ausgleich. Bis zum 20:20 kochten wir weiter auf kleiner Flamme. Dabei kamen uns noch ausbleibende Pässe auf den gegnerischen Hauptangreifer zu Gute. Ziemlich gelassen steigerten wir uns gegen Ende nochmal und machten mit 25:21 den Sack zu.

Ein gelungener Auftakt, auch wenn wir noch unter unseren Möglichkeiten blieben! Aber bis zum nächsten Punktspiel gegen die DJK, diesmal aus Schweinfurt, bleibt ja noch etwas Zeit zum Trainieren.

Gesamt waren schon 42780 Besucher (116964 Hits) hier!
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=